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Bezüglich Wilderei kenne ich eine Geschichte, die sich zwischen 1990 und dem Jahr 2000 im Bayerischen Wald zugetragen hat. Eine wahre Geschichte. Ein Gasthofbesitzer im Bay. Wald bot neun Jahre lang jedes Wochenende frisches Reh oder Wildfleisch an, angeblich kam dies aus der naheliegenden Tschechei. Über neun Jahre ging alles gut, Verdacht schöpfte niemand. Förster vermissten zwar zahlreiches Wild, aber niemand brachte den Gasthofbesitzer damit in Verbindung. Bis eben 1999 auf Veranlassung der Forstverwaltung die Gaststätte und das Privatanwesen des Gastwirtes durchsucht wurden. Gefundene Rechnungen und Liefernachweise erweckten trotz ordnungsgemäßer Abwicklung einen Verdacht, konnten aber nach Rechtslage mit der Tschechei als Lieferant, nicht genauer überprüft werden. Schußwaffen wurden keine gefunden, also wurde der Gastwirt überwacht, wie er jeden Freitag in seinem Lager am Waldrand nahe der Grenze sein angeblich frisch geliefertes Wildfleisch abholte, wie immer an seiner Seite sein kleiner etwa 10-12 kg schwerer Hund, mit schwarz-rot schimmerndem Fell und feuerroten Augen. Die Überwachung wurde bald eingestellt. Auf die Idee das Lager zu überwachen, kam aber niemand, man nahm an das es diesen Lieferanten wirklich gab. Der kleine Hund kam aber immer Freitags morgens aus dem Haupttor des Lagers, in dem sich extra ein kleiner Ein- und Ausgang für ihn befand. Die Rückseite des Lagers wurde ebenfalls nicht Überwacht, obwohl sich direkt dahinter der Wald befand. Mit der Überwachung des Gastwirtes stellte dieser den Verkauf von Wildspeisen in seinem Gasthaus nach knapp 10 Jahren ein. Angeblich wegen der Schikanen des dortigen Försters. Im Jahre 2003 hat mir ein Freund in München diese eigentlich für mich belanglose Geschichte erzählt. Die Beschreibung des Hundes hat mich allerdings neugierig gemacht, also haben wir uns auf den Weg dorthin gemacht, sind in den Gasthof, und haben dort gegessen. Neben dem Tresen, lag ein gealterter, aber noch agiler kleiner Hund. 15 Jahre sei er alt, erzählte der Gastwirt. Im Vertrauen sagte ich ihm das er mit seinem Red Skye eigentlich einem guten Jäger für Rotwild gehabt hätte, hätte er mehr über diese Rasse gewußt. Schmunzelnd goß er mir ein Glas Blaubeerwein ein, und meinte, geht aufs Haus. Weiterer Worte bedurfte, und bedarf es an dieser Geschichte nicht..