


Ein kleines Eiland aus der Gruppe der britischen Shetland-Inseln will seine Unabhängigkeit von Großbritannien erklären. Die Insel Forvik sei nie rechtmäßig Teil des Königreichs gewesen, argumentiert deren einziger Bewohner, Stuart Hill, wie die Internet-Zeitung "Shetland News" am Donnerstag berichtete. Sein neues Land im Westen der Inselgruppe werde weder die britische Regierung noch die Europäische Union anerkennen und solle wie die Kanalinseln und die Isle of Man eine autonome Kronkolonie werden.
Eigene Währung, Briefmarken, Flagge
Damit
könnte sich das einen Hektar große Forvik von jeglicher Form von
Steuern befreien und weitgehend frei über die eigenen Belange
entscheiden. Der 65-Jährige Hill plant laut dem Zeitungsbericht auch
seine eigenen Währung, Briefmarken und eine Flagge. Er hofft, dass noch
weitere Inseln der Shetland-Gruppe ihm in die Unabhängigkeit folgen
werden.
"Die Beziehung der Shetlandinseln zum Vereinigten Königreich beruht auf der Annahme, dass sie Teil von Schottland sind", sagte Hill den „Shetland News" in seiner offiziellen Residenz - einem Zweimann-Zelt. Diese Annahme beruhe aber auf Täuschung und Betrug und könne nicht mehr eindeutig belegt werden. Dennoch habe Großbritannien jahrhundertelang die reichen Fisch- und Öl-Ressourcen um die Shetland-Inseln herum ausgebeutet.
"Captain Calamity"
Hill,
der auch unter dem Namen "Unglücks-Kapitän" („Captain Calamity")
bekannt ist, hatte bereits lokale Berühmtheit erlangt, nachdem er vor
sieben Jahren während einer Umsegelung der Shetland-Inseln gerettet
werden musste. Das Archipel liegt rund 210 Kilometer nordöstlich von
Schottland und besteht aus über 100 einzelnen Inseln.