Clan MacCall & Friends: Public News 2010

Schottland, Irland, Internet, Multimedia, Handy, Skype, Bravis, Soft/Hardware & Internationale News

Publicationen:

Wer ist angemeldet

5 anonymous users and 0 registered users online.

You are an unregistered user or have not logged in.

Skype Status:


Julian Ian Braveheart MacCall of Skye
My status


MacCall: Gute Laune Chat und Cast
My status


Sonnengott89-PC-Spiele-Hilfe
My status


Computerhilfe für Anfänger
My status


Kostenlose PC - Hilfe aller Art.
My status


Hilfe bei Homepage und Design
My status


Celtic Music Stream
My status


nokia-n97-help-cast
My status


Zikula und PHP Schulung
My status


nokia n8 apps und hilfe quelle
My status

News

Lead Page | Archive ]
Scotland

Scotland: ISLE OF SKYE: Ein Trick wie kein anderer...Danny MacAskill wollte nur Rad fahren...

Posted by Belfast-Tessy on May 04, 2010 - 10:52 AM

Scotland



Danny MacAskill will nur ein bisschen rumturnen, mit dem Fahrrad über den Zaun aus Metall fahren, auf den Spitzen balancieren. Wie ein verspieltes Kind, nur auf den Augenblick konzentriert. Doch zu seinem Glück filmt der Mitbewohner den Zaunritt des Schotten. "Es war der bisher schwerste Trick für mich", sagt MacAskill heute.

Es sind nur 5 Minuten und 37 Sekunden, die er mit ein paar Freunden vor einem Jahr bei Youtube hochlädt. Die erste Minute davon gehört MacAskills Meisterstück, dem Zaun. Anschließend hüpft er über alles, was eine Stadt wie Edinburgh so bietet. Geländer, Dächer und immer wieder Treppen. Wie ein Flummi macht er an einem Baum einen Back Flip, nutzt den Stamm als Schanze zum Überschlag. Eigentlich war das nur ein Filmchen mit rockiger Musik. Aber der kleine Spaß für große Jungs ändert sein Leben.

Der Film wird eines der beliebtesten Sport-Videos in der Geschichte von Youtube. Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong nennt das Video bei Twitter ein "must watch". Für die New York Times wird MacAskill so etwas wie die Susan Boyle der Radfahrer. Und das, obwohl der heute 24-Jährige alles so wie immer macht.

Mit dem Lernen haben es einige Kinder nicht so. Aber irgendwie muss die Energie, die Lust, die Neugierde heraus. Manchmal dreht sich das Leben dann um eine Gitarre, vielleicht versinkt man in Bücherwelten. MacAskill bekommt von seiner Tante mit elf das erste richtige Mountainbike. Was er damit macht, gefällt nicht allen auf der kleinen Isle of Skye im abgelegenen Nordwesten Schottlands. Dort, wo sich die wenigen Straßen oft einspurig um Buchten schlängeln, stehen er und der Dorfpolizist auf zwei Seiten.

MacAskill sitzt jeden Tag auf dem Sattel, übt sich im sogenannten Trial. Es geht darum, das Rad perfekt zu beherrschen. Nicht nur bloß fahren, sondern mit einer Balance aus Körpergefühl und Kraft Hindernisse überwinden, Meter möglichst kreativ zurücklegen - bis man stürzt oder die Polizei das Spiel beendet.

Vor ein paar Jahren, kurz vor den Sommerferien, wird er vom Rad geholt. Auf dem Hinterrad fahrend, überholt er ein parkendes Auto. Es ist Sonntag, die Straßen leer. Eigentlich besteht keine Gefahr. Doch dem Polizisten reicht's. Er kassiert das Rad für die sechs Wochen Ferien ein. MacAskill merkt, dass er an diesem Zipfel der Erde wohl nicht glücklich wird.

Mit 17 verlässt er die Insel, zieht in die Highlands. Er arbeitet als Mechaniker in einem kleinen Fahrradladen und tritt mit seinen Tricks bei Shows auf. Er verdient nur den Mindestlohn. Es reicht aber, um nicht noch einen Zweitjob annehmen zu müssen. Die Feierabende verbringt er auf dem Rad. Er bekommt mit, dass andere, die schlechter als er sind, Sponsoren haben und Geld verdienen. MacAskill fährt längst wie ein Profi und erkennt, dass aus dem Kinderspiel mehr werden könnte.

Vor vier Jahren fängt er an, nicht nur für sich, sondern auch für die Fahrradausrüster Inspired Bikes und Tarty Bikes zu fahren. Sie geben ihm dafür endlich die professionelle Ausrüstung, um noch krasser, noch besser zu werden. Dann zieht er in die Hauptstadt Edinburgh, wo sein Mitbewohner Dave Sowerby im September 2008 die Idee zum Video hat.

Geplant waren zwei Wochen. Danach sollte alles im Kasten sein. Doch der schottische Winter zieht den Dreh in die Länge. Nur selten bleibt der Boden trocken, rutschfest, sicher genug. Sechs Monate dauert es schließlich. Der Trick mit dem Zaun ist der Höhepunkt.

Das spitze Hindernis aus Eisen ist ein alter Bekannter. MacAskill kommt jeden Morgen an ihm vorbei, auf dem Weg zur Arbeit im Fahrradshop. Eines Tages, denkt er, werde ich ihn bezwingen. Acht Stunden lang, verteilt über vier Tage, bleibt MacAskill immer wieder in den Spitzen hängen, fällt, stürzt hart, versucht es weiter. Dann ist es soweit.

Zunächst hüpft er, in Jeans und braunem Shirt, mit dem Rad auf die Mauer gleich vor dem Zaun, dort wartet er, vorsichtig balancierend - allein das ist schon ein Trick, bei dem sich andere die Knochen brechen würden. Dann tastet er sich vor. Sehr langsam, den Blick nur auf sein blaues Rad und die nächsten Zentimeter gerichtet. Plötzlich, kurz vor dem Ende der vier Meter, verliert er das Gleichgewicht, schießt sein rechtes Bein aber rechtzeitig heraus. Er hält sich oben und schafft den Zaun.

Seitdem hat sich fast alles geändert. Bereits am Morgen nachdem das Video online ist, weckt ihn die BBC und möchte ein Interview. MacAskill wird jetzt auch außerhalb der Trialszene ein kleiner Star. Er holt sich einen Manager, dreht ein Werbevideo für VW, sein neuer Sponsor heißt Red Bull. Überall auf der Welt zeigt er jetzt seine Tricks, kann sogar ein bisschen Geld zur Seite legen. "Falls ich mich doch einmal bei einem Sturz schwer verletze."

Über 17 Millionen Menschen haben sein Video bereits im Internet geguckt. Die Fahrrad-Legende Hans Rey hat das Video auf Twitter kurz nach dem Hochladen gelobt: "Damn, check this out." Darauf ist Danny MacAskill besonders stolz.

Nein, ums Geld geht es ihm nicht. Er will fahren. Und auf Englisch klingt das dann noch viel passender: "Money doesn't drive me."

Danny MacAskill tritt mit seinen Tricks bei der Fahrradmesse BIKE EXPO Ende Juli in München auf.

http://www.youtube.com/results?search_query=Danny+MacAskill&aq=f