
5 anonymous users and 0 registered users online.
You are an unregistered user or have not logged in.
Dieses Jahr wird der Münchner Festumzug zum irischen Feiertag «St. Patrick´s
Day» ohne die typischen Bierstände stattfinden. Die Veranstalter erwarten
trotzdem je nach Wetterlage zwischen 20 000 und 25 000 Besuchern. Und zu aller
Überraschung stört die Bier-Abstinenz die trinkfreudigen Iren nicht. «Da es in
den letzten Jahren immer geregnet hat, gibt es dieses Jahr Bier erst auf den
Partys danach», sagt Paul Daily vom Veranstaltungskomitee. Der Regen habe in den
Vorjahren die Biertrinker verscheucht.

Dass der Umzug zunächst ohne irische Stammgetränke wie Guinness und Kilkenny stattfinde, sei jedoch «überhaupt nicht schlimm», findet auch der Begründer des deutsch-irischen Freundeskreis e.V., Frank McLynn: «In Irland gibt es während der Parade auch keins. Die Iren feiern nach dem Umzug im Pub weiter.» Sechs Locations sind für die After-Partys im Angebot. Kellnerin Anna Ruhnau aus dem Pub Kilians freut sich: «Wenn während der Parade kein Guinness ausgeschenkt wird, kommen hoffentlich umso mehr Trinkfreudige zu uns.»
Die Parade am Sonntag (14. März) ist die größte auf dem europäischen Festland zu Ehren des irischen Schutzpatrons. Der zum 15. Mal veranstaltete Festzug startet um 14.30 Uhr an der Münchner Freiheit und kommt am Odeonsplatz zum Ende. Gefeiert wurde in den traditionellen grün-weiß-orangen Landesfarben. Das dreiblättrige Kleeblatt (Shamrock) als das irische Nationalsymbol wird wieder auf diversen Hüten sowie auch bei der Segnung um 15.30 Uhr am Odeonsplatz zu sehen sein. Es soll die heilige Dreifaltigkeit des St. Patrick auf seinen Reisen durch Irland symbolisieren.
Der Nationalheilige war mit 16 Jahren von irischen Piraten auf die Insel entführt worden. Sechs Jahre später gelang ihm die Flucht und er kehrte 432 nach Christi als Bischof zurück, um die Inselbewohner zu bekehren.
Die Iren leben 846 offiziell in München. Als Ehrengäste
waren der irische Botschafter in Deutschland, Dan Mulhall, und seine Gattin
sowie Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) geladen.